5 Tipps für den richtigen Umgang mit Künstlicher Intelligenz

Künstliche Intelligenz gilt heute als entscheidender Motor für die Produktivität unserer Wirtschaft. Sukzessive erobert die Kerndisziplin alle wichtigen  Wirtschaftssektoren und hält Einzug in sämtliche Bereiche eines Unternehmens. Insbesondere in der Automatisierung von Routineprozessen vollbringt sie – mit bis zu 90 Prozent reduzierten Bearbeitungszeiten und 30 Prozent eingesparten Kosten pro Vorgang – eine beachtliche Leistung. 

Im Rahmen der neu gewonnenen technologischen Möglichkeiten wird die Frage, wie die Arbeit von Menschen und Maschinen möglichst gewinnbringend verbunden werden kann, für Unternehmen immer wichtiger. Entscheider und Führungskräfte sollten mit höchster Priorität nach Antworten suchen und auf dem Weg ins kognitive Unternehmen folgende Punkte in den Fokus nehmen:

  1. Experten zu Rate ziehen

Viele Unternehmen in Deutschland planen den digitalen Wandel aus eigener Kraft zu gestalten, ergab jüngst eine Umfrage der Bitkom. Ein Fehler – insbesondere die Integration von KI-Software sollte aus zwei Gründen unbedingt von Experten begleitet werden. Erstens: Nur wenn Künstliche Intelligenz richtig eingesetzt und gründlich angelernt wurde, kommt ihr Nutzen zum Tragen. Zweitens: Vernetzung in Zeiten der Digitalisierung bedeutet auch sich mit anderen Unternehmen auszutauschen und von dem Knowhow der Spezialisten zu profitieren. Ein nicht unbedeutender Nebeneffekt: Unternehmen behalten die Kapazität sich auf ihr Kerngeschäft zu konzentrieren. Und: Der IT-Abteilung bleiben genug Ressourcen, um eine moderne IT- und Kommunikations-Infrastruktur im Unternehmen aufzubauen.

  1. Konkreten Bedarf erkennen

Wo steckt der konkrete Bedarf für Künstliche Intelligenz in meinem Unternehmen? Diese Frage sollten sich Entscheider und Führungskräfte mit als Erstes stellen. Welche konkret zu verbessernden Anwendungsfälle liegen vor? Investitionen sollten am direkten Nutzen gekoppelt und im Rahmen eines interdisziplinären Austausches entwickelt worden sein. Eine ganzheitliche Denkweise mag zwar hilfreich für die strategische Ausrichtung eines Unternehmens sein. Für eine erste Investition in künstliche Intelligenz ist sie es nur bedingt. Wer in Sachen „Künstlicher Intelligenz“ noch ganz am Anfang steht und viel in aufwendig zu installierende Plattformen investiert, läuft Gefahr, dass der tatsächliche Mehrwert die Kosten nicht trägt.

  1. Nachhaltige Lösungen suchen

Unternehmen, die alte IT-Lösungen nicht überholen, riskieren den Ärger ihrer Kunden genau so sehr, wie Unternehmen, die halbherzig jedem Trend folgen. Chatbots, die unterhalten aber nicht weiterbringen, werden heute nicht mehr akzeptiert. Service Desks, die permanent neu programmiert werden müssen, lohnen den Aufwand nicht. Entscheider und Führungskräfte sollten von schnellen aber halbgaren Lösungen absehen und lieber schrittweise in intelligente Service- und Verwaltungssysteme investierten, die nachhaltig antrainiert werden können.

  1. Richtig ansetzen

Den größten Nutzen bringt Künstliche Intelligenz in Domänen, die bisher noch gar nicht automatisiert wurden – wie Themen-Reporting und Vorgangsbearbeitung. Hier sollten Unternehmen ansetzen und vor allen Dingen in KI-Software investieren, die das Erfassen, Analysieren und Interpretieren von Inhalten automatisiert. So können ihre Mitarbeiter künftig unmittelbar und direkt auf alle Informationen ihrer Kunden zugreifen und schnell analysieren, welche Probleme und Fragen ihr Kundenstamm umtreibt.

  1. Mitarbeiter proaktiv einbinden

Der Mensch strebte schon immer danach sich das Leben einfacher zu machen: Erst fand er Wege sich der körperlichen Arbeit zu entziehen, dann delegierte er monotone Tätigkeiten, heute übernehmen Maschinen geistige Aufgaben. Trotzdem wird jeder Umbruch von Skepsis begleitet. Und das auch nicht zu Unrecht: Denn künstliche Intelligenz stellt die gewohnten Routineprozesse, Jobprofile und Arbeitsplätze in Frage. Deswegen sollten Entscheider und Führungskräfte es sich unbedingt zur Aufgabe machen ihre Mitarbeiter abzuholen – heißt konkret: sie über Innovationen aufzuklären, in Veränderungsprozesse einzubinden und auf bevorstehende Herausforderungen vorzubereiten.

Andreas Klug – ITyX

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Andreas Klug

Andreas Klug

… ist seit 2004 im Vorstand der ITyX AG für die Bereiche Marketing und Öffentlichkeitsarbeit verantwortlich. Lösungen im Umfeld von Call Centern und Back Office Organisationen stehen seit mehr als 15 Jahren in seinem beruflichen Mittelpunkt.Seine besondere Leidenschaft gilt der Integration neuer Dialogkanäle (E-Mail, Social Media) und Internet Self Services. „Durch die ständige Verfügbarkeit des Internets befindet sich unsere Service-Ökonomie in einem tiefgreifenden Wandel. Mitdenkende Software ist der Schlüssel zur Beschleunigung von schriftbasierten Geschäftsprozessen."

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