Sprachbiometrie: Die Stimme als Passwort

Bildquelle: Konstantin Gastmann  / pixelio.de

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Sprachbiometrie ermöglicht eine sichere, einfache und präzise Authentifizierung im Kundenservice. Dadurch löst sie bisherige, gängige Authentifizierungsverfahren ab, die bei Kunden durch die mehrmalige Eingabe von Passwörtern, PINs- und Sicherheitsabfragen unbeliebt sind. Darüber hinaus werden Betrugsversuche schnell erkannt und „Einbrecher“ identifiziert. Sprachbiometrie ist zudem für Kunden wie Unternehmen einfach zu benutzen und zu verwalten.

Bereits mit einem einfachen gesprochenen Satz wie „Meine Stimme ist mein Passwort“ bietet Sprachbiometrie dem Kunden eine sichere Authentifizierung bei der Kontaktaufnahme über ein Call Center, einer IVR (Interactive Voice Response), einer mobile App oder dem Internet. Langwierige Authentifizierungsverfahren fallen weg. Der Kunde erhält dadurch einen besseren Service. Unternehmen sparen letztendlich Zeit und Kosten.

Mittels Sprachbiometrie werden Personen aufgrund eines früher hinterlegten Stimmabdruckes (was nicht gleichzusetzen ist mit einer Audiodatei) aufgrund von individuellen Merkmalen des Rachenraumes identifiziert. Ärger über das Erinnern und Eingeben von Passwörtern und PIN ist somit ausgeschlossen. Nach erfolgter Authentifizierung kann der Kunde umgehend persönlich bedient werden.

Die Akzeptanz der Sprachbiometrie nimmt rasant zu und bietet viele Einsatzmöglichkeiten. Allein in den letzten beiden Jahren hat sich die Gesamtzahl der Kunden weltweit, die ihre Stimmprofile bei Banken, Mobilanbietern und anderen Organisationen hinterlegt haben, von zehn auf dreißig Millionen verdreifacht. Sprachbiometrie schafft die Grundlage für Unternehmen und Behörden, Sicherheit direkt am Punkt der Authentifizierung anzusetzen.

Viele Kunden sind mit den derzeitigen Authentifizierungsverfahren, für die sie sich mehrere PINs, Passwörter und Sicherheitsabfragen merken müssen, unzufrieden. Um eine anwenderfreundlicher Lösung zu bieten, setzen weltweit immer mehr Unternehmen wie beispielsweise Barclays, Turkcell, ING Rumänien, Vanguard und Eastern Bank auf Sprachbiometrie-Lösungen. Daten von Opus Research bestätigen, dass Investitionen in Sprachbiometrie als Authentifizierungslösung von 2011 bis 2012 um 74,2 Prozent gestiegen sind und in den kommenden fünf Jahren voraussichtlich um weitere 35 Prozent steigen werden (CAAGR).

Dan Miller, Senior Analyst von Opus Research bemerkt dazu, dass Lösungen, die auf Sprachbiometrie basieren, mittlerweile ein wichtiger Bestandteil der auf mehreren Faktoren basierenden Authentifizierungs- und Betrugspräventionspläne von Banken, Telekommunikationsgesellschaften und Regierungsbehörden weltweit sind. Sprachbiometrie wird populärer, wenn sie über Call Center hinaus auch in mobile Endgeräte und die Unterhaltungselektronik Einzug hält.

Heinrich Welter – Nuance

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Ein Gedanke zu „Sprachbiometrie: Die Stimme als Passwort

  1. Stefan Schran sagt:

    Das Thema ist aus unserer Sicht hierbei weniger die Stimme oder die Funktion der Lösung als die biometrischen Datenmuster der richtigen Person zu erfassen. Beim Postdienst geht das je relativ einfach aber bei der Stimme wird es schon etwas komplexer…

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